Wir investieren in die Wirtschaft, nicht in die Politik

Wolfgang J. Kunz erklärt im Gespräch, warum man den heterogenen US-Immobilienmarkt differenzierter betrachten muss, und welche Chancen er im Südosten der USA sieht.

Herr Kunz, Sie bieten Anlegern mit ihrem Publikums-AIF Zugang zu US-Büroimmobilien. Wie attraktiv ist dieser Markt?

Lassen Sie mich zunächst klarstellen: Wir bieten Anlegern Zugang zu Büroimmobilien im Südosten der USA. Das ist eine wichtige Unterscheidung, um auf Ihre Frage antworten zu können.

Weil der Südosten attraktiver ist als andere Teile des Landes?

USA ist nicht gleich USA. Es würde auch niemand auf die Idee kommen, den gesamten europäischen Markt in einen Topf zu werfen. Der Südosten der USA ist eine ihrer stärksten Wirtschaftsregionen. 22 Prozent des gesamten amerikanischen Bruttoinlandsproduktes werden hier erwirtschaftet.

Wer sind hier die Macher hinter dieser starken Wirtschaftsleistung?

Die Region ist äußerst attraktiv für Unternehmen, was Mercedes Benz vor etwa vier Jahren mit dem Umzug seines Hauptsitzes von New Jersey und New York nach Atlanta eindrucksvoll unterstrichen hat. Produziert wird ebenfalls im Südosten – in Alabama, etwa zwei Autostunden von Atlanta entfernt. Gleiches gilt für BMW mit Sitz in Spartanburg, South Carolina, drei Stunden entfernt. Und VW produziert in Chattanooga Tennessee, ebenfalls nur zwei Stunden entfernt. UPS, Coca-Cola und Delta Airlines haben ihre Headquarter in Atlanta. In Savannah finden Sie den viertgrößten Hafen der USA und in Atlanta den international größten Flughafen. Es haben sich viele deutsche Einwanderer hier niedergelassen, die bis heute geblieben sind. Das merken Sie an vielen Ecken – von der Mentalität bis hin zum Essen.

Das erklärt jedoch noch nicht Ihren Fokus auf Büroimmobilien. Vielfach hört man, das klassische Mehrfamilienhaus sei derzeit als Investment in den USA gefragt…

Das ist für Städte wie New York, Boston oder auch San Francisco sicher richtig, wo es überwiegend Singlehaushalte gibt. Mit seinen mächtigen Unternehmen zieht der Südosten aber vor allem Familien mit Kindern an. Für Familien ist es günstiger und angenehmer im Eigenheim zu leben. Hier zeigt sich erneut, dass der US-Immobilienmarkt keinesfalls homogen ist. Wir haben uns im Jahr 2002 jedoch auf Büroimmobilien im Südosten spezialisiert, haben hier ein beträchtliches Knowhow erarbeitet und erzielen für unsere Anleger durchschnittliche Renditen zwischen 6,5 und 10 Prozent.

Viele Anleger meiden die USA aufgrund der unkalkulierbaren politischen Lage. Lassen sich solche Bedenken ausräumen?

Wir investieren nicht in die Politik, sondern in die Wirtschaft. Natürlich kann man vom amtierenden US-Präsidenten und seiner Politik denken, was man mag. Ganz nüchtern be- trachtet, sorgt seine „America First-Politik“ aktuell jedoch dafür, dass die US-Wirtschaft und damit auch deutsche Investoren profitieren.

Was jedoch irgendwann vorbei sein wird?

Das ist richtig. Uns ist natürlich bewusst, dass wir beispielsweise die Steuervorteile, von denen wir aktuell profitieren, irgendwann auf andere Weise zurückzahlen. Ich sehe auch bereits Anzeichen für eine leichte Rezession in den USA. Solche Risiken minimieren wir jedoch schon beim Ankauf durch unsere sehr konservative Ertragskalkulation und die relativ lange Haltedauer im Fonds.

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